Interview Katja Hentschel

 

"Erfolg ist die Freiheit, das zu machen, was einen am glücklichsten macht."

Über Katja Hentschel

Katja Hentschel ist Fotografin, Bloggerin, Reisende und Mutter. Katja hat ihre Arbeit immer so gestaltet, dass sie zu ihrem Leben passt.

Web        www.glowbus.de

 

Interview vom 30.10.2014 in Berlin & Darmstadt. Überarbeitet im April 2015

Katja Hentschel kommt aus einem kleinen Ort, erkundet nun aber bereits seit vielen Jahren die Welt. Sie ist Fotografin, Bloggerin, Reisende, Mutter und hat außerdem Kinderpsychologie studiert. Katja hat ihre Arbeit immer so gestaltet, dass sie zu ihrem Leben passt. Dadurch hatte sie schon einen Streetstyleblog, einen Reiseblog samt Buch und vor kurzem kam noch Glowbus dazu. "Sie sucht ständig neue Herausforderungen, jongliert mit Ideen und bündelt ihre Ambitionen. Einmal die große Portion Alles. (...) Sie ist gerade dabei, sich die Welt neu zu gestalten." - So lautet die Beschreibung der Glowbus-Frau und sie trifft auch genauso auf Katja zu.

Du hast gesagt, dass Du schon immer deine Arbeit an dein Leben angepasst hast. Woher kommt diese Einstellung? Hat das etwas mit deinem beruflichen Weg zu tun?

 

Katja: Ich glaube, ich muss weiter ausholen. (lacht) Ich komme aus einer kleinen Stadt im Osten und aus einem sehr bodenständigen Elternhaus. Meine Eltern fanden es immer total wichtig, eine Ausbildung zu haben. Das hatte ich immer im Hinterkopf und es war mir  dadurch auch sehr wichtig, eine solide Ausbildung zu haben. Deswegen habe ich studiert: Ich habe einen Master in Kinderpsychologie, genauer in psychoanalytischer Entwicklungspsychologie. Und ich dachte auch wirklich sehr, sehr lange, dass Künstler kein Beruf sei und Fotograf schon gar nicht und dass man damit auf gar keinen Fall Geld verdienen könnte. Viel später habe ich dann ja mit meinem ersten Blog „Glamcanyon“ angefangen. Damals wollte ich einfach gerne mehr fotografieren und der Blog war eine Motivation für mich. Ganz am Anfang war es ein Partyblog, dann wurde es ein Streetstyleblog. Ich war total überrascht wie schnell ich durch „Glamcanyon“ tolle Jobs, Kooperationen und Angebote bekommen habe. Als ich dann mit meinem Master fertig war, musste ich mich entscheiden, ob ich entweder noch eine 5-Jährige Therapeutenausbildung mache oder mich voll auf die Fotografie konzentriere, von der ich damals schon leben konnte. Ich war noch in London, wusste aber, dass ich in Deutschland bessere Chancen haben würde, da London von tollen Fotografen völlig überlaufen ist.

So bin ich nach Berlin gekommen und wurde mit offenen Armen empfangen. Ich hatte direkt spannende Angebote und Aufträge. Das war eine richtige Aufwärtskurve. Dadurch habe ich gelernt, wie wichtig ein Blog sein kann. Solange Du ein Publikum dafür hast, kannst Du den Inhalt bestimmen und wenn das anderen Leuten gefällt, werden sie dich dafür buchen. Ich habe sehr schnell verstanden, dass ein Blog ein Online-Portfolio ist. Dann habe ich irgendwann das Thema „Video“ für mich entdeckt und  wurde plötzlich für Firmen wie Absolut Vodka gebucht, um Videos zu produzieren. Ich fand das krass und natürlich total toll. Für mich war das immer „Learning on the job“. Durch Glamcanyon konnte ich meine große Leidenschaft -die Fotografie- ausleben, das war toll. Allerdings bin ich auch schon immer gerne gereist und habe deshalb einen Reiseblog gegründet. Auch das hat funktioniert.

Irgendwann habe ich es aufgegeben, mich als ein „bestimmtes Ding“ zu präsentieren. Inzwischen fotografiere ich viel mehr Dokumentation und Lifestyle als Mode, aber meine Homepage wurde schon seit Ewigkeiten nicht mehr aktualisiert. Ich möchte mich eigentlich gar nicht festlegen.

Bei Dir klingt das alles ganz toll und auch total einfach. Du hast diese „einfach machen“-Mentalität. Aber vielen fällt das ja nicht so leicht. Viele Menschen fangen ja gar nicht an, weil sie Zweifel haben, ihnen Sicherheit fehlt oder sie auch nicht den Mut dazu haben. Was gehört denn deiner Meinung dazu? Welchen Rat würdest Du jemandem geben?

 

Katja: Wer es nicht probiert, der kann auch keinen Erfolg haben. Wenn ich das hier jetzt so locker erzähle, dann, weil es sich für mich immer wieder bestätigt hat. Ehrlich gesagt hatte ich keine Ängste, weil ich auch nichts zu verlieren hatte. Ich würde nicht unbedingt zu Projekten raten, in die man am Anfang unheimlich viel Geld investieren muss. Mit einem Blog zum Beispiel hat man nichts zu verlieren, man kann nur etwas gewinnen. Es gibt inzwischen ein paar Bloggerinnen, wie Sophia, die ich motiviert habe überhaupt mit dem Bloggen zu beginnen. Wir saßen irgendwann nachts in einer Bar und sie wusste nicht so genau, wie es bei ihr weitergehen soll. Ich habe ihr dann geraten, einen Blog zu starten. Eine Woche später hat sie mit „Oh, Sophia“ angefangen und letztes Jahr hat sie ihr erstes Kochbuch veröffentlicht. Das ist einfach eine geniale Geschichte. Ich bin eine große Befürworterin von Blogs und kann das nur jedem ans Herz legen. Natürlich gehören Ambitionen und Talent dazu, wobei die Ambitionen noch wichtiger sind. (lacht)

„Wo ein Wille ist, da ist ein Weg“ - Daran glaube ich fest.

 

Empfindest Du dich als besonders mutig weil Du selbstständig bist? Oder fühlst Du dich dadurch unsicher?
  

Katja: Nein, gar nicht. Ich habe auch nicht viele Erfahrungen mit Festanstellungen, eigentlich gar keine. (lacht) Als Studentin hatte ich mal ein paar Jobs, bei denen ich Leute über mir hatte und das hat nie funktioniert. Dafür bin ich zu vorlaut. (lacht) Es war mir schnell klar, dass ich nicht gut für andere Leute arbeiten kann. Psychologin wäre ich auch gerne geworden, aber da wäre ich ja auch selbstständig gewesen. Dieses Gefühl von Freiheit ist mir sehr wichtig. Wenn ich will, kann ich acht Monate im Jahr reisen. Letztes Jahr war ich mit meinem Baby sechs Wochen in Portugal und im Winter darauf in Thailand. Das wäre einfach nicht möglich, wenn ich einen Beruf hätte, der ortsgebunden ist.

 

Wie würdest Du denn Arbeit für dich definieren?

 

Katja: Das ist eine schwierige Frage. Eigentlich versuche ich, immer nur Sachen zu machen, die ich nicht als Arbeit empfinde. So gehe ich auch an Projekte heran: Ich habe schon immer versucht, nur Aufträge anzunehmen, die mir so viel Spaß machen, dass sie eigentlich gar keine Arbeit sind. So richtig als arbeiten definiere ich nur Sachen, auf die ich gar keinen Bock habe, zum Beispiel Wäsche aufhängen und die Küche wischen. (lacht) Aber meinen Job zu machen, empfinde ich super selten als Arbeit. 

 

Ich weiß, was Du meinst. Aber diese Wahrnehmung kommt ja daher, dass Arbeit leider so negativ besetzt ist. Deswegen interessiert uns auch immer die individuelle Definition von Arbeit. Da die meisten Menschen, die ihre Arbeit lieben, sie nicht negativ besetzen. Unabhängig von der Definition, ist ja das, was Du tust, deine Arbeit.

 

Katja: Ja genau, und meine Arbeit macht mich sehr glücklich. Meine Freunde können ein Lied davon singen. Wenn man mit mir in Urlaub fährt, muss ich mindestens zwei Tage in der Woche arbeiten, sonst bin ich nicht ausgeglichen. Auch jetzt als Mutter ist das so. Ich habe in den ersten drei Monaten fast nichts gemacht, wobei ich noch Blogposts geschrieben habe. Aber ab dem vierten Monat hatte ich dann einen Babysitter und das war so toll, wieder ein paar Stunden arbeiten zu können. Ich liebe einfach, was ich mache.

 

Was hat sich durch dein Baby verändert? Hast Du als Mutter eine andere Position zu manchen Dingen, wie zum Beispiel zu deiner Arbeit?

 

Katja: Mir ist aufgefallen, dass ich mich früher tatsächlich nie wirklich um irgendetwas gesorgt habe und jetzt mache ich mir ständig Sorgen. (lacht) Um mein Kind natürlich. Wobei ich eigentlich ziemlich verwöhnt bin: Mein Kleiner ist ein totaler Sonnenschein und ganz easy. Und wenn dann mal irgendwas nicht funktioniert, bringt mich das gleich völlig aus dem Konzept. (lacht) Da bin ich eine typische Erstlingsmama, glaube ich. Das ist für mich eigentlich der größte Unterschied. Ansonsten ist da natürlich jetzt dieser kleine Mensch und ich freue mich total, dass er wächst und größer wird. Das fühlt sich toll an. Im Großen und Ganzen habe ich einfach das Gefühl, dass alles weitergeht wie bisher, nur eben mit ihm. Die Zeit vergeht schneller und meine Tage fühlen sich sehr kurz an. Aktuell würde ich aber sagen, dass sich gar nicht so viel geändert hat. Ich arbeite gefühlt gar nicht so viel, aber genug, dass ich mich produktiv fühle und noch den Überblick habe. Bei Travelettes zum Beispiel habe ich ein unglaublich tolles Team, das für mich alles am Laufen hält und ich schaue nur ab und zu, ob wir noch in die richtige Richtung fahren. (lacht) Eigentlich kann ich mich nicht beklagen und fühle mich nur privilegiert.

 

Das ist toll. Das Thema Kinder und Karriere ist ja sehr schwierig und Kinder werden in der Öffentlichkeit oft noch als Karrierekiller dargestellt. Wir kennen aber auch viele Selbstständige mit Kindern, die das gar nicht so empfinden. Sie nehmen ihre Kinder sehr früh schon mit, setzen ihre Prioritäten anders und freuen sich über ihre Flexibilität.

 

Katja: Ja, es gibt nichts Tolleres, als Freelancerin zu sein, wenn man Kinder hat. Das kann ich nur bestätigen. Aber ich habe schon auch das Gefühl, dass es eine kleine Welle in der Arbeitswelt gibt. Zum Beispiel Unternehmen, die On-Site-Betreuung anbieten. So etwas ist die Zukunft und so ein Modell sollte Schule machen, finde ich. Wenn man sich die letzten 50 Jahre anschaut, sind wir in Fragen der Gleichberechtigung sehr weit gekommen und das wird sich einfach weiterhin positiv entwickeln.

 

Du hast vorhin Sophia erwähnt. Was würdest Du denn ganz konkret jemandem raten, der sich selbstständig machen will? Oder der unglücklich in seinem Job ist?

 

Katja: Das kommt natürlich immer ein bisschen auf die Idee an. Ich führe aber tatsächlich viele solcher Gespräche, auch mit vielen Müttern. Einige Mütter gehen in Elternzeit und wollen danach nicht zurück in ihren Job und überlegen sich, was sie sonst machen können. Zu diesen Themen gibt es inzwischen auch tolle Blogs, wie zum Beispiel Smart Mama, wo man unter anderem erfährt, wie man am besten einen Gründerzuschuss bekommt. Ansonsten rate ich: Mach Dir Gedanken zu einem Thema, das dich total fasziniert. Um was gut zu machen, sollte man sein eigener größter Fan sein.  Als ich Travelettes gegründet habe, gab es noch keinen Reiseblog für Frauen und ich habe mich damals gefragt, was ich gerne lesen würde.


Ansonsten würde ich auch gucken, was man schnell umsetzen kann, ohne viel Geld zu investieren. Wenn es geht, würde ich immer mit einem Blog starten. Immerimmerimmer. Für den Anfang würde ich empfehlen, viele Deals und Tauschgeschäfte zu machen. Vielleicht kannst Du gut fotografieren und bekommst dafür ein Logo oder eine Website.

Groß planen, aber klein anfangen.

Ich weiß am Anfang immer schon, wo ich mal hin will, erwarte aber auch nicht zu viel in der ersten Zeit. Durch kreatives und „out of the box“-Denken kann man viel erreichen. Man sollte sich auch immer inspirieren lassen und schauen, was andere erfolgreich machen. Ein weiter Horizont und offene Augen sind wichtig. Gut ist es, viele Leute zu treffen, sich zu unterhalten und  bloß nichts zu verschweigen. Ich höre das in Deutschland oft, dass viele Leute ihre Idee für sich behalten wollen, weil sie Angst haben, jemand klaut sie. Das ist völliger Quatsch. Man sollte so vielen Menschen wie möglich davon erzählen. So bekommt man Feedback und Input. Dadurch ergeben sich auch Kontakte und Kooperationen. Auch Meetups sind eine tolle Möglichkeit für Austausch.

 

Würdest Du von Dir selbst sagen, dass Du erfolgreich bist? Oder dass Du „Karriere“ gemacht hast? Und was sind Erfolg und Karriere für dich?

 

Katja: Für mich war Erfolg immer, dass ich mir um Geld keine Gedanken machen muss. Ich brauche nicht viel Geld, aber ich möchte auch nicht zu sehr darüber nachdenken müssen, wenn ich mir etwas kaufen will. Das ist mein Konzept von finanziellem Erfolg. Für mich war es auch immer wichtig, gerade am Anfang, feste Einnahmequellen zu haben, damit laufende Kosten gedeckt sind. Ansonsten ist Erfolg für mich: Dinge tun zu können, die einen glücklich machen und dafür auch noch Geld zu bekommen. Und natürlich ist Erfolg auch Freiheit. Die Freiheit, den Winter in Thailand zu verbringen, die Freiheit, sich diese Hose kaufen zu können und die Freiheit, das zu machen, was einen am glücklichsten macht.

 

Wie empfindest Du denn das Unternehmertum in Deutschland? Und findest Du es einfach, sich selbstständig zu machen?
 

Katja: Mit 18 Jahren bin ich nach Amerika -nach San Francisco- gegangen und ich habe das Gefühl, dass meine Einstellung ganz stark davon geprägt ist. Die Amerikaner haben mehr Mut, sie machen halt einfach. Ich habe an der FU mal einen Kurs belegt „Wie schreibe ich einen Businessplan?“ und da war auch genau das ein Thema. In Deutschland wird viel weniger gegründet als in den USA, weil man hier ein großes Bestreben nach Sicherheit hat. Außerdem neigt man in Deutschland generell etwas zum Pessimismus. Wenn man eine Idee hat, sind die Chancen größer, dass jemand sagt „Oh, bist Du dir sicher?“ als das jemand sagt „Boah toll, mach das!“. (lacht) In Amerika ist jeder gleich dein Cheerleader, in Deutschland hört man eher Zweifel. Da gehört dann schon ein großes Selbstbewusstsein dazu, entgegen aller Zweifel von außen, eine Idee trotzdem umzusetzen. Man sollte immer versuchen, an einer Idee festzuhalten, wenn man daran glaubt und die zweifelnden Anderen einfach außen vor lassen. Natürlich sollte man auf andere Menschen hören und sich beraten lassen, aber dann am besten von anderen Selbstständigen. Dass jemand, der 9 to 5 in einem Startup für 1000€ arbeitet vielleicht eine andere Meinung vertritt, ist verständlich, darf einen aber nicht vom Weg abbringen. Man muss sich einfach trauen! Ich denke wirklich, es ist gar nicht so schwer in Deutschland zu gründen und auf keinen Fall eine schlechte Idee. Es gibt viele Zuschüsse und Unterstützung und ich würde das jedem empfehlen, der Ambitionen hat. Man kann ja auch klein anfangen, man muss nicht gleich einen eigenen Laden aufmachen. Zum Beispiel kann man auch erstmal einen Flohmarkt starten oder einen Onlineshop, gerne auch in Zusammenhang mit einem Blog, und wenn das dann läuft, kann man irgendwann den Laden eröffnen.

 

Was findest Du denn inspirierend und motivierend für deine Selbstständigkeit als Mutter?

Katja: Also in Deutschland beklagt man sich leider sehr schnell und es wird wenig über die positiven Aspekte geschrieben. Wenn man optimistische Dinge berichtet, gibt es wenig Sympathien. Ich würde zum Beispiel wirklich gerne mehr Artikel lesen, in denen von positiven Beispielen berichtet wird. So etwas motiviert. Stattdessen liest man aber viel häufiger darüber, dass man Beruf und Kind nicht vereinbaren kann und über Burnout. Seit wann bringt es denn etwas, den ganzen Tag so deprimierende Scheiße zu lesen? Es ist doch viel besser, wenn man den Menschen ein ausgeglichenes Bild vermittelt. Es gab ziemlich viele und krasse Reaktionen auf mein Interview mit Edition F. Da wurde mein Optimismus falsch verstanden und mir wurde unterstellt, dass meine positive Sicht auf die Dinge impliziert, dass andere Mütter sich bloß anstellen. „Hä?“ Das habe ich mir natürlich überhaupt nicht dabei gedacht. Seit ich selbst Mutter bin, habe ich mehr Respekt denn je vor jeder Mutter. Natürlich gehört viel dazu, mehr als man vor einer Geburt je erahnen könnte, aber deswegen muss man sich ja nicht in einer Kammer einschließen und weinen. Das kann es ja auch nicht sein. Wenn irgendwas schwer ist, kann man doch genauso gut sagen „Jetzt erst recht!“. Alleine um seinen Kindern ein gutes Vorbild zu sein. Ich freue mich deswegen immer, wenn ich von positiven und optimistischen Vorbildern lese. Dann habe ich nämlich das Gefühl, wenn sie das packt, kann ich das vielleicht auch.

 

 

Das war auch unsere Idee bei superwork. Positive Vorbilder sind eine super Inspiration.

 

Katja: Ja, total. Ich hatte zum Beispiel großen Schiss vor dem alleinerziehend sein. Darüber liest man ja gar nichts Gutes. Auf Little Years habe ich dann aber einen tollen Artikel dazu gelesen. Und hätte ich in der Schwangerschaft schon das gewusst, was ich jetzt weiß, hätte ich mich bestimmt nicht so verrückt gemacht. Jetzt weiß ich, dass es auch total viele Vorteile haben kann. In meinem Umfeld hatte ich zum Glück einige beeindruckende Vorbilder, das war für mich sehr wichtig. Ich sage nicht, dass es frei von Schwierigkeiten ist, alleinerziehend zu sein. Aber ich denke, dass das auf alle Eltern zutrifft.

 

Letzte Frage. Was möchtest Du denn deinem Sohn später mit auf den Weg geben, was das Thema Arbeit betrifft?

 

Katja: Das Kind soll sich erstmal entdecken und herausfinden, was es kann und was es mag. Da werde ich meinen Sohn früh heranführen und ihn motivieren, alles auszuprobieren. Und wenn ihm etwas gefällt, werde ich ihn dahingehend fördern. Natürlich werde ich ihm auch beibringen und vorleben, dass es das Allerwichtigste ist, das man in seinem Job glücklich ist. Er soll mir bloß nicht nach Hause kommen und sagen, dass er seine Arbeit scheiße findet. Dann kann er sich was anhören. (lacht)

 

Danke! <3