Interview

Christiane Germann

„Für mich fühlt sich als Erfolg schon an, dass ich es einfach gemacht habe.“

Über Christiane Germann

Christiane Germann hat nach langjähriger Karriere im Öffentlichen Dienst den Schritt in die Selbstständigkeit unternommen und bietet Kommunikations- und Social Media Beratung für Behörden an. Wie es dazu kam und was ihr unternehmerischer Antrieb ist, erfährst du im Interview!

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Interview vom 03. Juli 2018 in Berlin inkl. Update Januar 2019

Wir treffen Christiane Germann, deren beruflicher Werdegang alles andere als gewöhnlich ist. Sie ist vom Beamtentum in die Selbstständigkeit gewechselt und hat unter anderem eine Social Media-Akademie für Behörden gegründet.

Liebe Christiane, dein Weg ist alles andere als gewöhnlich. Erzähl doch mal ein bisschen von deinem Werdegang.

 

Meine Berufsjahre vor der Selbstständigkeit sind ein echter Zickzack-Lebenslauf – lustigerweise ergibt er aber im Nachhinein total Sinn. Ich war bis Anfang des Jahres Beamtin im Bundesinnenministerium. Ich habe mich entlassen lassen, um künftig selbstständig zu arbeiten und unter anderem die „Amt 2.0 Akademie“ aufzubauen, eine Social Media-Agentur speziell für Behörden. Dieses Projekt habe ich schon während meiner Berufsjahre als Beamtin gestartet. Ich habe all die Jahre Dinge nebenbei betrieben, beispielsweise auch noch zweimal studiert, im Medien- und im Public Affairs-Bereich. So habe ich mich schon immer neben dem Job selbst verwirklicht.

 

Wie lange warst du Beamtin?

 

19 Jahre. Ich habe in jungen Jahren ein Verwaltungsstudium gemacht. Der Staat bildet einen Großteil seiner Leute an eigenen Hochschulen dual aus. Diese sollen dann überall einsetzbar sein, also von Waffenrecht bis hin zur Pressearbeit alles machen können. Ich war schon kurz nach dem Studium am Punkt: „Willst du jetzt die nächsten 30 Jahre in der Verwaltung einer Kleinstadt arbeiten?“ Auf der Suche nach spannenden Aufgaben bin ich in eine Bundesbehörde und später ins Bundesinnenministerium gewechselt und dafür mehrmals umgezogen. Richtig glücklich war ich aber in keiner Behörde. Mir ist im Nachhinein auch klar, warum: Ich setze Ideen gerne schnell um, möchte viel selbst entscheiden und mag auch keine strengen Regeln oder klassischen Arbeitszeitmodelle.

 

Warum hast du dich damals für das Beamtenverhältnis entschieden? War Arbeitsplatzsicherheit für dich ein Thema?

 

Nein, überhaupt nicht. Ich habe mich eigentlich immer als kreativen Menschen gesehen. Ich wollte nach der Schule aber in erster Linie raus raus aus der Provinz und mir möglichst direkt eine eigene Wohnung in Köln leisten. Da kam mir dieses duale Studium nur recht: Man wird nämlich schon vom ersten Tag an bezahlt und verbeamtet. Das schien mir der schnellste Weg zu sein, einige meiner Träume zu verwirklichen. Ich dachte: Alle andere kannst du ja anschließend machen. So war es am Ende auch, auch wenn es etwas länger gedauert hat ;-).

 

 

Erzähl doch mal, was die „Amt 2.0 Akademie“ eigentlich genau ist.
 

Wir bringen Behörden bei, Social Media zu nutzen. Der Staat ist heute darauf angewiesen, auch bei Facebook, Twitter oder etwa Instagram aktiv zu sein, da viele insbesondere jüngere Menschen in erster Linie dort erreichbar sind, sich informieren und austauschen. Am Beispiel der Polizeien wird das besonders deutlich: In sozialen Netzwerken suchen die Polizeibehörden Zeugen, klären über ihre Arbeit auf, fahnden und suchen personellen Nachwuchs. Und wenn etwas passiert, beispielsweise ein Terroranschlag, kann sie auf Twitter in Sekundenschnelle sowohl die Medien, als auch die Öffentlichkeit selbst erreichen.


Allerdings wissen viele Behörden nicht genau, wie sie dort sinnvoll und erfolgreich kommunizieren können. Viele nutzen Facebook oder Twitter wie eine „zweite Website“: Sie stellen Inhalte ein, von denen die Hälfte langweilig ist und nicht zum jeweiligen Netzwerk passt, und legen wenig Wert auf den Dialog, auf den es aber eigentlich ankommt und der für Behörden auch die große Chance bietet, Vertrauen zu gewinnen und die Kluft zwischen Bürger und Staat zu verkleinern. Das ist gerade in den heutigen Zeiten wichtig. Aus unserer Sicht gehört Social Media-Kommunikation zu einer modernen Verwaltung absolut dazu.

Wir haben ein Inhouse-Schulungsprogramm für Behörden auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene entwickelt, mit dem wir durch ganz Deutschland reisen. Auch Feuerwehren, gesetzliche Versicherungen und Gleichstellungsbeauftragte gehören zu unseren Kunden. Wir verbringen einen oder zwei Tage in der jeweiligen Behörden und coachen das ganze Team. Dieses Inhouse-Konzept hat den Vorteil, dass dann auch Vorgesetzte, Behördenleiter/innen, Datenschutzbeauftragte und etwa jemand vom Personalrat dabei sein kann. Die Einführung von Social Media verändert nämlich auch intern einiges in der Behörde, deshalb ist es gut, wenn die Entscheider/innen direkt mit im Boot sitzen. Die Inhouse-Schulungen sind das Herzstück der Amt 2.0 Akademie. Auf Wunsch begleiten wir die Behörden anschließend länger. Wir bieten ihnen auch Unterstützung in Form klassischer Agenturleistungen an, beispielsweise entwickeln wir Social Media-Strategien für Behörden, unterstützen bei der Personalsuche oder schalten bezahlte Reichweite.

Dieses Gesamtkonzept macht für uns Sinn und wird von Behörden auch nachgefragt. Sie buchen uns auch deshalb besonders gerne, weil wir ihre Sprache sprechen. Ich weiß aus meinen 19 Jahren in verschiedenen Ämtern genau, wie diese „ticken“ und wo ihre besonderen Herausforderungen liegen. „Jammern“ lasse ich aber nicht gelten: Unser Unternehmensmotto lautet „Mehr Mut, weniger Bedenken!“

 

 

Wie bist du auf diese Idee gekommen?

 

2012 arbeitete ich in der Pressestelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge und durfte dort die Social Media-Kommunikation mit aufbauen. Wir waren eine der ersten Bundesbehörden, die eine Facebook-Seite hatte. Viele andere Behörden meldeten sich und fragten nach unseren Erfahrungen. Da ich das Thema spannend fand, rief ich den Blog „Amt 2.0“ ins Leben, schilderte dort meine Erfahrungen als Social Media- und Community-Managerin in einer Behörde und gab anderen Ämtern Tipps. Der Blog war für mich zuerst nur ein Hobby. Dann riefen Fortbildungsinstitute an und fragten, ob ich zu dem Thema auch Schulungen geben könne. Das habe ich dann ein paarmal gemacht und gemerkt, dass es mir riesigen Spaß macht. Meine damalige Chefin gab mir den Tipp, dass ich es ja als Nebentätigkeit anmelden könnte. Das brachte mich wiederum auf die Idee, eigenständig Schulungen zu diesem sehr speziellen Thema anzubieten. Gesagt, getan – und in den folgenden zwei Jahren wurden mein Blog und meine „Amt 2.0“-Schulungen bei den Behörden so bekannt, dass es manchmal schon schwierig wurde, Haupt- und Nebenjob noch zu vereinen. Als ich vorletztes Jahr auf einer Veranstaltung meine Mitgründerin Linda kennen lernte, nahm das ganze weiter an Fahrt auf. Sie arbeitet in der politischen Kommunikation, fand mein Thema hochspannend und hatte Lust, sich zu beteiligen. Wir beschlossen, ein gemeinsames Unternehmen zu gründen.

Hast du gleichzeitig mit der Unternehmensgründung gekündigt oder das noch eine Weile nebenbei laufen lassen?

 

Unser ursprünglicher Plan war, das neben unseren eigentlichen Jobs zu machen. Zum Zeitpunkt der Gründung im März 2018 war dann für mich aber bereits klar: Ich möchte nur noch das machen. Da es bereits jahrelang erfolgreich nebenbei lief und ich schon Kunden und unzählige Kontakte in den öffentlichen Dienst hatte, war ich mir sicher, dass es funktionieren würde.

Außerdem kamen Anfang 2018 bei mir gleich mehrere Faktoren zusammen: Meine Karriere im öffentlichen Dienst war in einer Sackgasse angekommen, da ich für den Aufstieg in die nächsthöhere Beamtenlaufbahn noch einen speziellen Verwaltungs-Master hätte machen müssen. Ich wollte aber einen Public Affairs-Master machen, der mich nach drei Jahren im Berliner Regierungsviertel weit mehr interessierte. Dann hörte ich von einem neuen Gesetz, durch das Bundesbeamten ihre bisher angesammelte Pension bei einer Entlassung auf eigenen Wunsch nicht mehr verloren geht. Früher hätte man riesige Verluste bei der Altersvorsorge hinnehmen müssen, wenn man kündigt – und bei Kommunal- und Landesbeamten ist das immer noch so.

 

Was waren die größten Hürden?

 

Es gab kaum welche. Wir haben sehr „schlank“ gegründet, mit wenig Geld und vorerst ohne ein eigenes Büro. Ich musste mich neu versichern, das beschriebene „Altersgeld“ beantragen und ein wenig Geld für den Start zurück legen. Für all das nutzte ich mein letztes halbes Jahr als Beamtin. Was mich allerdings sehr störte, waren die Reaktionen, die ich teilweise aus meinem Umfeld bekommen habe. Ehemals Freunde waren entsetzt, dass ich mein sicheres Beamtenverhältnis aufgebe, und prophezeiten mir, ich würde spätestens in ein paar Monaten Hartz IV beantragen müssen. Ständig redeten sie auf mich ein und wollten von meinen Plänen gar nichts mehr hören. Ich fand das irgendwann übergriffig – denn schließlich sage ich anderen auch nicht ständig, dass sie meiner Meinung nach im goldenen Käfig leben. Zum Glück bekam ich auch unerwarteten Zuspruch – von meiner Mutter, ehemaligen Vorgesetzten und anderen Selbstständigen.

 

 

Das ist auch aus unserer Erfahrung so: Viele Selbstständige sagen, na wenn es nicht läuft, suche ich mir halt wieder einen Job. Aber ganz viele Angestellte sagen, wenn es nicht klappt, dann lande ich noch unter der Brücke...

 

Genau. Ich finde es als Worst Case-Szenario nun nicht bedrohlich, mir gegebenenfalls auch mal wieder einen Job zu suchen. Wer weiß, vielleicht habe ich sogar mal wieder Lust drauf. Ein Traum von mir ist zum Beispiel, mal als Ministeriumssprecherin in der Regierungspressekonferenz zu sitzen.

Die Kritiker kennen dann allerdings immer eine Geschichte von jemandem, der ganz lange suchen musste...ich sehe das entspannt und denke, dass sich in meinem Netzwerk immer etwas ergeben wird. Zur Zeit werde ich übrigens laufend von Parteien und Verbänden um Rat gefragt, die passende Social Media Professionals suchen und keine finden.

Ich glaube, wir werden sowohl als potenzielle Festangestellte, als auch als Beraterinnen und Berater gebraucht.

 

Wie hat sich dein Leben verändert?

 

Sehr zum positiven. Ich genieße meine neuen Freiheiten: Entscheidungen treffen und direkt umsetzen, Ideen auch einfach mal ausprobieren, mich um meine Kunden kümmern, meinen Tagesablauf selbst bestimmen und daheim, im Café oder von einer anderen Stadt aus arbeiten – das ist für mich Lebens- und Arbeitsqualität und purer Luxus.

Allerdings haben nur wenige meiner Freundschaften und Bekanntschaften von vorher die Veränderung überlebt. Das ist etwas, das ich nicht erwartet hätte und jetzt erst mal verarbeiten muss. Aber die Mentalitäten passten nicht mehr zusammen.

 

Sicherheit scheint also nicht dein Treiber zu sein, was ist es?

 

Sicherheit ist für meine Arbeitsmotivation sogar eher ein Hindernis. Ich brauche ständig Herausforderungen und möchte immer etwas bewegen. Wenn ein Ziel erreicht ist, habe ich das nächste immer schon längst im Blick. Ein Beispiel: Ich habe mit Social Media-Beratung für politische Interessensverbände bereits ein zweites Geschäftsfeld eröffnet, das ich außerhalb des Labels „Amt 2.0“ eigenständig betreue. Mein Treiber ist Enthusiasmus für meine Themen und gleichzeitig eine bestimmte Art, zu arbeiten.

 

Wie siehst Du die Möglichkeiten, auch innerhalb des öffentlichen Dienstes unternehmerisch zu arbeiten?

 

Ich kenne einen Polizisten, der mit viel Beharrlichkeit die Pressestelle einer Landespolizei zu einem Newsroom umgebaut hat. Es ist also vereinzelt möglich, aber meistens nur mit viel Glück und mit guten Vorgesetzten, die einen unterstützen. Insgesamt ist es schwierig. Es gehen wenige unternehmerisch veranlagte Menschen in die Verwaltung - und die wenigen leiden oft, weil sie ausgebremst werden. Positiv ist, dass die meisten Beamtinnen und Beamten enorm treu zum Staat stehen und sich auch bei größter Personalknappheit bis fast zur Selbstaufgabe einsetzen. Das beeindruckt mich wiederum.

 

Was bedeutet Erfolg für dich? Wann fühlst du dich erfolgreich?

 

Mir ist Anerkennung meiner Arbeit sehr wichtig – und was das angeht, ist es jetzt im Vergleich zu vorher ein Unterschied wie Tag und Nacht! Wenn ich jetzt in eine Behörde gehe, dann darf ich regelmäßig direkt mit dem Behördenleiter über meine Ideen sprechen. Mir wird nun ganz anders zugehört, auch in der Öffentlichkeit. Das genieße ich sehr, und es gibt mir jetzt eben auch die Chance, das Thema wirklich voran zu bringen und etwas zu verändern.

Natürlich ist auch finanzieller Erfolg wichtig. Ich finde es toll, auch an der Höhe der Einnahmen messen zu können, wie gut mein oder unser Angebot ist – anstatt nach Anwesenheit und immer mit dem gleichen Betrag bezahlt zu werden. Und in finanziell schwächeren Monaten hätte ich immer noch die Freiheit. Die wirkt wie eine Bonuszahlung.

Für mich fühlt sich als Erfolg schon an, dass ich es einfach gemacht habe.

Es war eine Heidenarbeit, das nebenbei aufzubauen. Darauf bin ich stolz. Wenn ich aber immer wieder höre: ‚Das ist ja mutig, dass du das gemacht hast’, kann ich nicht aufhören, mich zu wundern, denn ich finde es gar nicht so mutig: Es ist einfach besser. Wer würde sich nicht für die bessere Alternative entscheiden?

 

 

Welchen Rat würdest du Menschen geben, die etwas eigenes auf die Beine stellen wollen?

 

Der Anfangspunkt sollte sein, dass man für ein Thema oder eine Sache wirklich brennt. Nur dann macht einem die viele Arbeit, die definitiv damit verbunden sein wird, nichts aus. Falls auch schon andere in dem Metier unterwegs sind, sollte man sich überlegen, was man anders machen kann. Prima ist natürlich, wenn es wie bei mir ein absolutes Nischenthema ist.In vielen Fällen ist heutzutage Lust und Talent zur Selbstvermarktung über Medien wie Facebook, Instagram, einen eigenen Blog, einen Podcast oder Newsletter wichtig. Und man sollte netzwerken können oder es lernen.

 

Auch Timing ist ein Faktor für eine erfolgreiche Unternehmensgründung. Was meinst du, wie wichtig ist der Zeitpunkt für eine Gründung?

 

Das kann man nicht verallgemeinern. Wenn jemand mit 19 wie Mark Zuckerberg eine gute Idee hat und das will, wäre ich die Letzte, die davon abraten würde. Auch meine Eltern haben mit Anfang Zwanzig ein eigenes Reisebüro eröffnet. Dass im Durchschnitt aber erst mit 38 gegründet wird, erschließt sich mir absolut. In Jobs wie dem des Beraters verkauft man ja auch Erfahrung. Ich habe in all den Jahren, in denen ich in Behörden gearbeitet habe, so unendlich viel gelernt. Wenn man sich allein die letzten drei anschaut, in denen ich zur Zeit der Flüchtlingskrise und mehrerer Terroraschläge in Deutschland in der Kommunikation des dafür zuständigen Ministeriums gearbeitet habe. Ich war in der Zeit sehr nahe am tagespolitischen Geschehen dran. Das ist sehr wertvoll. Ich persönlich wäre auch vor zwanzig oder zehn Jahren nicht reif genug für die Selbstständigkeit und Unternehmensgründung gewesen. Deshalb ist jetzt der richtige Zeitpunkt – und ich liege genau im Durchschnitt.Je nachdem, wo man vor der Gründung finanziell steht, kann es sinnvoll, eine unternehmerische Tätigkeit erst mal neben dem Job zu starten. Dann hat man ein besseres Fundament, um zu entscheiden, ob es sich auch in Vollzeit lohnt. Allerdings kann das auch sehr stressig sein – länger als die vier Jahre hätte ich nicht mehr beides machen können. Ein Bekannter von mir ist Referent in einem Verband und hat jetzt nebenbei mit Freunden eine Weinbar eröffnet. Ich bin gespannt, wie die Geschichte ausgeht.

 

 

Du hast dir jetzt ein Arbeitsmodell geschaffen, das sehr modern ist. Du kommst aus einem Kontext, wo es sehr viele Regeln gab. Was meinst du, wie sollte eine moderne Arbeitswelt aussehen?

 

Mit dem Thema beschäftige ich mich sehr und lese alles, was ich in die Finger bekomme. Ich bin Anhängerin der 25-Stunden-Woche für alle. Länger kann sich ohnehin niemand wirklich konzentrieren und produktiv sein. Gleichzeitig brauchen wir eine Abkehr von der Präsenzkultur. In Bürojobs muss Homeoffice (für diejenigen, die es wollen) Standard sein, Anwesenheit die Ausnahme. Die heutigen technischen Möglichkeiten geben das her - und wozu, wenn nicht für mehr Zeit und weniger Stress, sollten wir sie sonst nutzen?

Im übrigen wünsche ich mir, dass in der Verwaltung und auch in Unternehmen wieder so viel Personal eingestellt wird, dass nicht alles zusammen bricht, wenn mal jemand krank ist. Die allermeisten Probleme in Deutschland, von denen wir abends in den Nachrichten hören, ließen sich mit mehr Personal lösen. Das sollte echt jeder mal gedanklich durchspielen: In der Pflege, bei der Bahn,...und egal in welcher Behörde ich zu Besuch bin: Die Personalknappheit ist immer ein großes, wenn nicht das größte Thema.

 

 

Welche Mentalität brauchen wir für den Wandel?

 

Da schließe ich mich Dorothee Bär und Christian Lindner, beide Vorbilder von mir, an: Wir brauchen weniger Bedenkenträgertum in Deutschland, dafür mehr Mut, positives Denken und Risikobereitschaft.

Mehr Mut, weniger Bedenken!

 

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Vielen Dank für das nette Interview! Dein Weg ist sehr spannend und inspirierend. Wir wünschen dir viel Spaß und Erfolg!